Neujahrslaune

Bild by schallere.com
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"Alles Gute im neuen Jahr"!

" Ja, dir auch, alles Gute"!

 

Dem folgt ein Lächeln, ein freundliches Nicken.

Tagtäglich wird man noch von guten Wünschen beschallt, die sich wie das Mitternachtsfeuerwerk anfühlen. Zu laut, zuviel, wozu. Man will einfach nicht mehr erinnert werden.

 

Denn das Fazit:  Doch schon wieder eine geraucht, noch nicht im Fitneßstudio gewesen, geschweige denn mit dem Ausmisten des Kasten angefangen und achherje, ja und die Steuer. Morgen aber wirklich. Das schlechte Gewissen türmt sich gerade mal in der ersten Woche auf Höchstleistung. Wer sagt eigentlich, dass man mit allen guten Vorsätzen gleich am ersten Tag beginnen muss? Und überhaupt, wer sagt, dass sie alle eingehalten werden müssen? Politiker versprechen auch viel und halten wenig. Die schlafen auch noch gut, denn in dieser Kategorie fehlt schlechtes Gewissen zur Gänze. Ganz so unwahr ist das nicht. Gut, jetzt wollen wir mal die Politik nicht als Vorbild nehmen, doch den Ansatz näher betrachten.

 

Das würde bedeuten, wenns um die Vorsätze geht, wird man sich mal bewusst, was genau man verändern möchte. Dann definiert man es und bringt es vielleicht noch zu Papier. Dann spricht man es aus, teilt es der Familie oder den Freunden mit und steht damit unter Durchführungsvollzug. Das ist das Stichwort für den Druck. Meist von einem selbst, oder von den "guten" Freunden, die dann meinen, "Und, wie gehts dir mit dem Sport, warst schon, da, nein?, wieso nicht, geh schon, du hast es dir vorgenommen, komm schon du musst dich daran halten." (Ganz nebenbei sind das die Freunde, die man beim Ausmisten auch beachten sollte.)

 

Dann kommt der wirklich wichtige Teil. Die Aktion. Egal wie, aber bitte setzen Sie irgendetwas davon um. Es geht Ihnen danach soviel besser. Zum Schluß gehts zur Analyse. Das ist immer schön. Will heißen: Reflektion, obs mir damit besser geht. Ob es Sinn macht, ob es sich gelohnt hat. Und ob.

 

Kurzum die Reihenfolge:

  1. Überlegen
  2. Bewusst werden
  3. Zu Papier bringen
  4. Darüber reden
  5. Umsetzen
  6. Analysieren

Druck von außen nicht zulassen und vorallem nicht von einem selbst.

Das schlechte Gewissen gehört hier einfach nicht dazu. Denn es passiert genau gar nichts, wenn Sie es nicht tun. Um das Gewissen positiv zu halten, haben wir alle ein richtiges Stück Arbeit vor uns. Warum? Weil unsere inneren Überzeugungen das Machtinstrument schlechthin sind. Daher ist es wichtig, sich dem Gewissen Schritt für Schritt anzunähern.

 

Sagen wir mal, Sie haben alles zum richtigen Zeitpunkt und mit der besten Absicht getan.

 

Das ist der Unterschied zur Politik :)

Ihre PS!